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Liebenburg: Schloss, Harzvorland und Ausflugstipps

Liebenburg bietet einen ruhigen Stadt- und Schlossausflug im Harzvorland. Für die Tagesplanung passen Goslar, Seesen, Langelsheim und Bad Harzburg. Öffnungszeiten einzelner Ziele sollten vor der Anfahrt geprüft werden.

Schloss Liebenburg Die Schlosskirche Mariä Verkündigung ist eines der Wahrzeichen Liebenburgs, das idyllisch im nördlichen Harzvorland liegt und zum Landkreis Goslar gehört Foto: © Grosses s/wikipedia.de Creative Commons Attribution 3.0


Liebenburg ist die nördlichste Gemeinde des Harz-Kreises Goslar und liegt im Harzvorland. Die Gründung der Gemeinde geht auf die Ansiedlung von Handwerkern und Tagelöhnern zurück, die sich vor allem auf Initiative des Bischofs von Hildesheim im 16. Jahrhundert im Umfeld der alten Burg „Liebenburg“ ansiedelten. Dieses Bauwerk stammt vom Ende des 13. Jahrhunderts. Die Nähe des Harzes beeinflusste wohl die 1882 erfolgte Gründung der Nerven- und Pflegeklinik Dr. Fontheim, die noch heute die Entwicklung der knapp 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde wesentlich mit bestimmt.

Ausflugsziel Liebenburg

Ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische, aber auch für viele Harzurlauber ist das Freibad Liebenburg, das 1972 erbaut wurde. Das Freibad umfasst ein 50-Meter-Sportbecken, das auch für Wettkämpfe geeignet ist, ein Nichtschwimmerbecken, ein Planschbecken für die jüngsten Besucher sowie ein gesondertes Sprungbecken, an dessen Rand Sprungtürme für Sprünge aus einem, drei und fünf Metern Höhe steht. Das Wasser des Freibades Liebenburg hat Mineralwasserqualität. Die großzügige Liegewiese sowie die in den letzten Jahren neu errichtete Minigolfanlage und der Beachvolleyballplatz machen das Freibad Liebenburg zu einem Magneten auch für Aktivurlaub im Harzvorland für die ganze Familie.
Über die Lokalgeschichte informieren gleich drei kleine Heimatmuseen Liebenburgs, in den Ortsteilen Groß Döhren, Othfresen und Neuenkirchen, die nach Anmeldung besucht werden können.

Der Hausmannsturm der heute nur noch als Ruine vorhandenen Burg Liebenburg bietet eine sehr gute Rundumsicht zum Harz und ins Harzvorland

Burganlage Liebenburg

Große Teile der ehemaligen Burganlage sind bis heute erhalten und befinden sich in Privatbesitz. Im Mittelalter war die „Lewenborch“ die stärkste Burg im Harzvorland. Zu den erhaltenen Gebäuden zählen das von einem Maler bewohnte Barockschloss und die Barockkirche. Im Umfeld befinden sich als Reste der ehemaligen Befestigungsanlagen der Flankierungsturm, der Hausmannsturm und der Schulturm. Ein alter Burggang wurde 2005 freigelegt und ermöglicht Einblicke in die alten Befestigungsanlagen. Der Flankierungsturm steht mit seinem außergewöhnlichen Ambiente als Ort von Hochzeiten zur Verfügung.

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Skulpturenpark Liebenburg

Das Umfeld der Burganlage wird vom einem einzigartigen Skulpturenpark geprägt. Er geht auf die Idee einer Straße des Friedens zwischen Paris und Moskau zurück, die bereits 1928 vom Künstler Otto Freundlich angeregt wurde. 1970 wurde diese Idee begonnen umzusetzen, einer der Standorte ist der nahegelegene Ort Salzgitter-Bad. Mit Hilfe des Schlossbewohners Gerd Winner und der Salzgitter AG entstand auf der alten Burganlage eine einzigartige Sammlung von stählernen Skulpturen, die an die bestehende Straße des Friedens angebunden ist. Damit wurde der Schlosspark, der in der Burganlage nach Ende des Dreißigjährigen Krieges entstehen sollte, aber nicht vollendet wurde, zu einem attraktiven Ausflugsziele auch für Harz-Urlauber gestaltet, die hier einen Einblick in geschichtliche Zusammenhänger erhalten. Liebenburg ist als Geheimtipp also aus verschiedenen Gründen für einen Ausflug während des Harz-Urlaubs zu empfehlen.
 

Liebenburg in einen Ausflug am Harzrand einordnen

Liebenburg liegt im Harzvorland und passt gut zu einem ruhigen Ausflug mit Ortsrundgang und Blick auf die Landschaft. Als zweites Ziel bieten sich Goslar, Langelsheim oder Bad Harzburg an. Wer weiter in den Oberharz fahren möchte, erreicht über die Region auch Clausthal-Zellerfeld, Hahnenklee und Seesen.

Für einen Tagesplan genügt meist eine Kombination aus einem historischen Ziel, einer Pause im Ort und einem kurzen Weg ins Grüne. Bei Veranstaltungen oder Besichtigungen sind die aktuellen Angaben der örtlichen Veranstalter maßgeblich. Wer einen Wandertag plant, findet in den höheren Harzlagen deutlich anspruchsvollere Strecken als im Harzvorland; die Auswahl sollte deshalb zur verfügbaren Zeit und Kondition passen.

Für weitere Naturwege am Nordharz liegt Torfhaus als Ziel in höherer Lage bereit.

Für einen Kulturstopp in der Nähe ergänzt Goslar den Ausflug ins Harzvorland.